Anstelle eigener Darstellung biete ich zur Bewertung meiner Arbeiten Auszüge aus kritischen Artikeln und Ausstellungsbeschreibungen der letzten Jahre an:   
 
(...) doppelschichtiges, tektonisches Schaffen – interkulturelles Wechselspiel zwischen der abstrakten, künstlerischen Vision und der Endgestaltung – elementare Flächen, welche zu Objektlösungen führen, von dem Figurativen zur abstrakten Vision und Neugestaltung. Man sieht die emotionale Evolution in den Schaffens- perioden eines „Kunst-Bauers“, dessen Werke durch den Puls seiner Zeit entstehen.  
(aus „Faszinierende Reise durch tektonisches Schaffen“ von Suzanne Bohn, Taunus-Zeitung 12.2.1997)
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Seine Malereien und Zeichnungen französischer Landschaften entpuppen sich als starke Inspirationsquellen. Die Arbeiten über einige südfranzösische Regionen zeigen eine Harmonie und Einheit von Licht, Form, Struktur und Farbe, wie sie den ausgewählten Orten in ihrer Eigenheit und Signifikanz innewohnen. In seiner Malerei werden sie sichtbar und erfahrbar. Das Motiv wird zu Farben und Strukturen „seziert“, um neu zusammengesetzt und interpretiert zu werden, damit sich Singularität und Wesen einer Landschaft verstärkt darstellen. Die Betrachter machen unerwartete Entdeckungen und verfolgen spannende Interpretationen.  
(aus Vernissagetext des Internationalen Theaters Frankfurt/Main, 15.5.1999)
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Er geht vom Figurativen aus, zerlegt das Motiv. Das Imaginieren wird bis zur Abstraktion und  zum Informellen getrieben. 
(aus Vernissagetext der Stadt Cavaillon, 27.9.1999) 
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Normalerweise zeigt man hier die realistische, festgelegte Malerei. Im Gegensatz dazu zeigt  diese Ausstellung nun eine suggestive, abstrakte, imaginierende Malerei. Ausgehend vom Figurativen, aber nicht vom Photografischen, werden die Motive etappenweise  immer reiner, um am Ende nur noch wunderbare Farben anzubieten, die von kaum sichtbaren  Linien strukturiert werden. Diese Farbkompositionen erzählen mit Delikatesse und Intuition  worin das Wesen einer Landschaft besteht, ihre Eigenheit, ihre Wärme, ihre Schönheit, ihr Licht,  ihr Schatten – die schöne oder traurige Geschichte eines Ortes, sein Verschleiß in den  Zeitläufen. Dieses malerische Ereignis kann man nun hier in Cavaillon erleben.   
(aus„Eduard Drumm ou le peintre de la couleur“, Le Dauphiné libéré, 1.10.1999) 
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  Maler und Architekt, wie auch viele deutsche Expressionisten, stellt der Künstler eine wahrlich  tiefgreifende Erforschung der Motive vor, die ihn von einer figurativen Basis aus zu einer abstrakten Transkription von Form und Farbe führt. Er will die Kraft und Faszination  eines Ortes beschreiben und nicht nur ein einfaches Erscheinungsbild wiedergeben.   (aus „Les paysages recomposés d’Eduard Drumm“, La Provence, 3.10.1999)   Eduard Drumm zeigt in den Arbeiten aus dem südlichen Algerien die Faszination der Sahara –  sichtbar machen was nicht sofort zu erkennen ist – erzählen, „malen“, es nicht beim Abzeichnen  belassen.  
(aus Vernissagetext des Internationalen Theaters Frankfurt / Main, 2.2.2000) 
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  Es gibt drei entscheidende Einflüsse und Anlässe für seine ausdrucksstarken Bilder: die fast unerschöpflichen Möglichkeiten der Collage, Décollage und Frottage; den spannenden „Weg“ von der Figuration zur Abstraktion, die den Betrachter einlädt zu  assoziieren und zu interpretieren; das Erlebnis von Farbe, Spiegelungen, Schattierungen, Vereinfachungen, Verdrehungen, Trugbildern, Kontraste, Schwärze, Farbabfolgen, Licht.... wie die  Natur sie zeigt und zu einer starken Faszination werden läßt, der man sich aussetzt. 
(aus Vernissagetext des „Garten-Atelier“, Straßlach b. München, 17.11.2002)
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  Durch Zerlegung in kreuzförmig komponierte Rechteck-Strukturen werden die Motive zwar stark  abstrahiert, bleiben aber, zumindest über die Farben, oft identifizierbar. Dass er mit dem „Mont  Ventoux“, dem heiligen Berg Südfrankreichs, den Felsen von Les Baux oder den Ockerbrüchen  von Roussillon, rein geografisch, nicht gerade die letzten weißen Flecken der Kunstweltkarte  tilgt, ist Drumm natürlich klar. Aber, findet der in den 70er Jahren in Berlin akademisch  ausgebildete Maler, die Motive selbst bleiben durch den Ansturm kunsthandwerklich arbeitender  Souvenir-Maler letztlich unbeeinflusst – genau wie sein eigenes Konzept einer „tektonischen“  Abstraktion.  
(aus „“Ein Hauch von Provence....“ von Julian Raff, Süddeutsche Zeitung, 19.11.2002) 
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Es ist ein wenig wie bei der Poesie. Seine Bilder bieten ein Motiv an. Die Freiheit der sinnlichen  Empfindung geht auf den Betrachter über. Eine sehr schöne Ballade in Öl, Acryl, Aquarell und  Tusche, ein bildnerisches Erlebnis, das wir unter dem Titel „Algerische Impressionen: Wüsten  und Oasen, Licht und Schatten“ bewundern können.   (aus Vernissagetext von Arts & Culture im „Dar Nardjess“, Algier, 27.10.2003)
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Eduard Drumm
geboren 1944 in Florange in Frankreich lebt und arbeitet in Oberursel/Taunus. Sein Werk bewegt sich zwischen Figuration und Abstraktion. Er stellt in diesen Räumen 76 Bilder aus.
     
Künstlerische Ausbildung:
1971 - 1973 Aktzeichnen  
Prof. H. Weber, Berlin
1971 - 1973  Zeichnen         
Prof. H. Reuther, Berlin
1971 - 1974 Freies Zeichnen und Malen  
Prof. B. Wilkening, Berlin
1973 - 1974 Collage, Décollage, Frottage
Prof. B. Wilkening, Berlin
1973 - 1976 Architektur      
Prof. O.M. Ungers, Berlin

Prof. G. Nedeljkov, Berlin

Prof. D. Kennedy, Pittsburgh/ Berlin

  

 

Ausstellungen in Deutschland und Frankreich:

 

1991 

Airport Gallery, Flughafen Frankfurt am Main, Deutschland

1992 

Chagal-Saal, Städtische Bühnen, Frankfurt am Main, Deutschland

Foyer du Théatre de Lyon, Frankreich
Galerie des Café des Kunsthalle Schirn,  Frankfurt am Main, Deutschland
1997  Galerie der Stadtbibliothek, Oberursel/Taunus, Deutschland
1999 Rathaus-Foyer, Oberursel/Taunus, Deutschland
Internationales Theater Frankfurt, Frankfurt am Main, Deutschland
Französiches Kulturinstitut, Frankfurt am Main, Deutschland

Foyer des Office de Tourisme de Cavaillon, Frankreich

2000 Internationales Theater Frankfurt, Frankfurt am Main, Deutschland
Strandcafé, Frankfurt am Main, Deutschland
Charité Saint Europe, Schlossplatz, Gordes, Frankreich 
2002 Galerie "Das Gartenatelier", Straßlach b. München, Deutschland
2003  Kulturamt Stadt Algier, Saal Dar Nardjess, Algier, Algerien
demnächst:
30.04.-26.05. 2004 
 
Ausstellung Kulturzentrum Tahar Haddad in der Medina von Tunis